
Entwerfen Sie ein Gerät mit Bildschirm? Es ist ein Schritt in die richtige Richtung. Moderne elektronische Geräte werden aus ästhetischen Gründen und vor allem aus Gründen der Funktionalität zunehmend mit Displays ausgestattet. Der Bildschirm ist heute mehr als nur ein Element, das Daten präsentiert. Es hat sich zu einer wichtigen Benutzeroberfläche entwickelt, die eine intuitive Steuerung, eine sofortige Reaktion auf Systemmeldungen und eine direkte Interaktion mit den Gerätefunktionen ermöglicht.
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In diesem Leitfaden stellen wir die wichtigsten Punkte vor, die bei der Auswahl des optimalen Displays für die von Ihnen entworfene Lösung zu berücksichtigen sind. Diese Probleme treten fast immer in der Anfangsphase der Zusammenarbeit auf – sie helfen uns, die Bedürfnisse des Endbenutzers und die Besonderheiten der Anwendung, in der unser Produkt eingesetzt werden soll, besser zu verstehen.
Ein solches „technologisches Interview“ ist nicht nur eine Formalität – es ist der Schlüssel zu einer effektiven Zusammenarbeit, die den Designprozess erheblich beschleunigt und kostspielige Fehler vermeidet.
In diesem Artikel erörtern wir Fragen im Zusammenhang mit den externen Abmessungen von Modulen, der Auswahl der geeigneten Bildschirmgröße, der Auswahl einer Datenübertragungsschnittstelle und der Bedeutung der geschätzten jährlichen Nutzung (EAU) bei der Projektplanung und -bereitstellung.
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- Teil 1: Technologische Grundlagen und Arbeitsumgebung,
- Teil 3: Bedienung, Haltbarkeit, zusätzliche Funktionen.
Außenmaße
Es lohnt sich, die Displayauswahl mit einer praktischen Frage zu beginnen: Wie viel Platz darf das Displaymodul benötigen? Die genaue Kenntnis der Abmessungen des für den Bildschirm zugewiesenen Platzes erleichtert die Auswahl der richtigen Lösung und vermeidet Installationsprobleme.
Zu den Außenmaßen gehören nicht nur die diagonale Bildschirmdiagonale, sondern auch die komplette physische Größe des gesamten Moduls – einschließlich Rahmen, Touchpanel, Schutzglas und Steuerelektronik. Durch die richtige Passform sind nachträgliche Modifikationen am Gehäusedesign nicht mehr erforderlich.
Die Kenntnis des Innendesigns des Geräts führt auch zu einer besseren Kabelführung, Steckerplatzierung und Planung von Kühl- oder Heizsystemen. Auch wenn es trivial erscheinen mag, wirkt sich dieser Parameter erheblich auf die Ergonomie, Ästhetik und Zuverlässigkeit des Designs aus.
Größe
Die Größe des Bildschirms, ausgedrückt als Bildschirmdiagonale in Zoll, wirkt sich auf die Gesamtabmessungen des Geräts aus. Dennoch bestimmt die aktive Fläche (AA) den tatsächlichen Raum, auf dem der Inhalt präsentiert wird. Bei der Auswahl der geeigneten Größe sollten sowohl die Installationsbedingungen als auch die Art und Weise berücksichtigt werden, wie der Benutzer mit dem Gerät interagiert.
Neben rechteckigen Standardformaten sind auch Displays mit nicht standardmäßigen Formen, wie z. B. quadratisch oder kreisförmig, erhältlich. Sie eignen sich für Anwendungen, bei denen herkömmliche Proportionen wirkungslos wären.
Es lohnt sich auch, Panoramaformate in Betracht zu ziehen, die besonders in Fahrgastinformationssystemen nützlich sind. In diesen Systemen erhöht ein breites Bild die Lesbarkeit und die Effektivität der Kommunikation.
Schnittstelle
Die Schnittstelle ist eine „Sprache“, die für die Kommunikation zwischen dem Display und dem Rest des Systems benötigt wird. Die Wahl der richtigen Datenübertragungsschnittstelle ist bereits in der Phase des Gerätedesigns von entscheidender Bedeutung. Jede verfügbare Schnittstelle hat Vor- und Nachteile, so dass es wichtig ist, sie auf die spezifische Anwendung, die Hardwareanforderungen und die Betriebsumgebung abzustimmen.
Eine der am häufigsten verwendeten Schnittstellen ist LVDS (Low-Voltage Differential Signaling), eine Lösung mit hoher Übertragungsstabilität, die in vielen LCD-TFTs verwendet wird, insbesondere in solchen mit größeren Bildschirmdiagonalen. LVDS zeichnet sich durch eine schnelle Datenübertragung mit geringen elektromagnetischen Störungen aus und ist damit ideal für industrielle, medizinische und Transportanwendungen.
Mit der Entwicklung der Technologie bieten neuere Schnittstellen wie HDMI, MIPI und eDP eine höhere Bandbreite oder eine vereinfachte Verkabelung. Wenn Sie mehr über die Vor- und Nachteile der einzelnen Arten der Bildübertragung erfahren möchten, schauen Sie sich unsere Interface-Guides an: Überblick über beliebte Schnittstellen – Teil 1 und Überblick über beliebte Schnittstellen – Teil 2.
EAU – Estimated Annual Usage
Bei der Entwicklung und Implementierung von Geräten mit Anzeigemodulen ist ein entscheidender Parameter, der zu Beginn der Zusammenarbeit mit dem Lieferanten berücksichtigt werden sollte, EAU (Estimated Annual Usage), der geschätzte jährliche Bedarf für ein bestimmtes Bauteil, der sich meist in der Anzahl der Einheiten ausdrückt.
Die EAU ist deshalb so wichtig, weil sie sich direkt auf Schlüsselelemente der gesamten Lieferkette auswirkt:
- Verfügbarkeit von Komponenten – die Kenntnis des ungefähren Bedarfs ermöglicht es, Produktionschargen vom Lieferanten im Voraus zu sichern – dies ist besonders wichtig bei Komponenten mit langen Lieferzeiten oder solchen, die auf Bestellung hergestellt werden;
- Versorgungsstabilität – Produkte mit stabiler und vorhersehbarer EAU lassen sich leichter in Produktionspläne integrieren, was das Risiko von Ausfallzeiten oder Verzögerungen verringert;
- Maßgeschneiderte Lösung – Wenn der Lieferant das Jahresvolumen kennt, kann er geeignete Technologien und kostengünstige Komponenten vorschlagen, die auch langfristig verfügbar sind (unerlässlich für Projekte mit einem Lebenszyklus von mehreren Jahren).
Es ist erwähnenswert, dass es sich nicht um eine feste Zahl handeln muss – eine ungefähre Schätzung reicht aus, um bei der Produktions- und Logistikplanung zu helfen.
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