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Unisystem Core – der Industriestandard für LCD-TFTs

Unisystem Core ist eine Produktreihe von LCD-TFT-Modulen, die für typische industrielle Anwendungen entwickelt wurde, bei denen das Display während eines intensiven und oft kontinuierlichen Betriebs stabile Parameter aufrechterhalten muss. Es handelt sich um einen industriellen „Standard“ – eine Lösung für Projekte, die Zuverlässigkeit, vorhersehbare Leistung und Komponenten erfordern, die für professionelle Betriebsbedingungen geeignet sind. In […]

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Unisystem Core ist eine Produktreihe von LCD-TFT-Modulen, die für typische industrielle Anwendungen entwickelt wurde, bei denen das Display während eines intensiven und oft kontinuierlichen Betriebs stabile Parameter aufrechterhalten muss. Es handelt sich um einen industriellen „Standard“ – eine Lösung für Projekte, die Zuverlässigkeit, vorhersehbare Leistung und Komponenten erfordern, die für professionelle Betriebsbedingungen geeignet sind. In diesem Artikel stellen wir das Konzept hinter der Core-Reihe, ihre wichtigsten Merkmale sowie die Kriterien vor, die bei der Auswahl der richtigen Variante zu berücksichtigen sind.

Das LCD-TFT-Portfolio von Unisystem umfasst drei Produktreihen, die für unterschiedliche Anwendungsanforderungen konzipiert sind:

  • Unisystem Lite – Module für Geräte, die in Innenräumen unter stabilen Bedingungen betrieben werden,
  • Unisystem Core – der Industriestandard für den intensiven Einsatz,
  • Unisystem Pro – Module für Geräte, die im Außenbereich eingesetzt werden, auch unter anspruchsvollen Umgebungsbedingungen.

Die Unterteilung in die Varianten „Lite“, „Core“ und „Pro“ ermöglicht es, die Modulparameter an die tatsächlichen Projektanforderungen anzupassen – ohne die Spezifikationen und Lösungskosten unnötig zu erhöhen und gleichzeitig Kompromisse zu vermeiden, wenn eine Anwendung höhere technische Parameter erfordert.

Möchten Sie mehr über die Entwicklung des Eigenproduktportfolios von Unisystem erfahren? Lesen Sie das Interview: Von Unisystem entwickelte neue Produkte: industrielle LCD-TFTs in drei Varianten.

Die Anfänge der Eigenprodukte von Unisystem: LCD-TFTs

Dank unserer fast 30-jährigen Erfahrung im Bereich der Informationsanzeigetechnologien kennen wir sowohl die Möglichkeiten als auch die Grenzen verschiedener Anzeigetechnologien, darunter LCD, OLED und EPD. Im Rahmen unserer Arbeit an Projekten für Hersteller elektronischer Geräte haben wir Lösungen entwickelt, die auf spezifische Anwendungen, Betriebsweisen und Umgebungsbedingungen zugeschnitten sind.

Die Entwicklung unserer eigenen LCD-TFT-Produktreihen ist das Ergebnis dieser Erfahrungen und der Bewältigung von Herausforderungen, die bei Industrieprojekten immer wieder auftreten. Wir haben dabei nicht nur Bildparameter berücksichtigt, sondern auch die Modulmontage, das Gehäusedesign, die Integration von Touchpanels, die Anforderungen an die Steuerelektronik, die Art der Bedienung des Geräts sowie die Einsatzbedingungen. In zahlreichen Projekten kristallisierten sich immer wieder dieselben Anforderungen heraus: eine einfachere Integration, vorhersehbare Parameter, eine stabile Produktverfügbarkeit sowie die Flexibilität, das Modul weiter an ein spezifisches Design anzupassen. In industriellen Anwendungen sind Widerstandsfähigkeit bei intensiver Nutzung, Stabilität im Dauerbetrieb und eine lange erwartete Lebensdauer der Komponenten gleichermaßen wichtig.

Die Entwicklung der eigenen Produkte von Unisystem beschränkt sich nicht nur auf Displays. Sie umfasst auch ergänzende Lösungen, die Teil einer vollständigen Benutzeroberfläche werden können. Ein Beispiel hierfür ist die kapazitive Touch-Taste (UCB045-RGB-CMFDV1), die für Anwendungen entwickelt wurde, bei denen herkömmliche mechanische Komponenten möglicherweise nicht ausreichen.

Die Unisystem Core-Produktreihe wurde für Projekte entwickelt , die Parameter in Industriequalität, einen stabilen Betrieb und für den intensiven Einsatz konzipierte Komponenten erfordern. Sie ist in erster Linie für Geräte im Innenbereich vorgesehen, einschließlich Anwendungen, die stärkerer Umgebungsbeleuchtung, höheren Betriebsbelastungen, elektromagnetischen Störungen sowie häufigem oder Dauerbetrieb ausgesetzt sind.

Unisystem Core kann daher als Industriestandard betrachtet werden – als Ausgangspunkt für Projekte, bei denen die Anzeige ein wichtiger Bestandteil der Benutzeroberfläche ist.

Unisystem Core – Dutzende von LCD-TFT-Modulvarianten

Die Unisystem Core-Produktreihe umfasst Dutzende von Modulvarianten, die sich hinsichtlich Diagonale, Auflösung, Schnittstelle, Verfügbarkeit eines Touchpanels und Design des Deckglases unterscheiden. Dies ermöglicht die Auswahl einer Konfiguration, die auf die Elektronikarchitektur, die mechanische Bauweise, das Erscheinungsbild der Schnittstelle und die vorgesehene Bedienungsweise abgestimmt ist.

Die wichtigsten Merkmale jedes Moduls sind in seiner Produktbezeichnung – der Artikelnummer (PN) – kodiert. In diesem Leitfaden erläutern wir, wie die Artikelnummern für die Unisystem-Produktreihen „Lite“, „Core“ und „Pro“ gebildet werden: So lesen Sie Unisystem-Teilenummern: Ein Leitfaden zu den Produktreihen Lite, Core und Pro.

Im Folgenden gehen wir auf ausgewählte Funktionen der Unisystem Core-Displays ein.

Komponenten in Industriequalität

Eines der charakteristischen Merkmale der Unisystem Core-Produktreihe ist der Einsatz von Komponenten in Industriequalität. Dies gilt für Elemente, die sich unmittelbar auf die Bildqualität, die Betriebsstabilität und die Lebensdauer der Module auswirken – darunter das LCD-TFT-Panel, die Steuer-ICs, das Hintergrundbeleuchtungssystem sowie die Komponenten, die für die Stromversorgung und die Signalübertragung zuständig sind. Bei deren Auswahl werden intensive Nutzung sowie häufiger oder kontinuierlicher Gerätebetrieb berücksichtigt. In industriellen Anwendungen kommt es nicht nur auf die Displayleistung beim Start an, sondern auch auf deren Wiederholbarkeit nach vielen Tausend Betriebsstunden.

Sorgfältig ausgewählte Komponenten gewährleisten eine gleichbleibende Bildqualität, eine vorhersehbare Leistung und einen langen Produktlebenszyklus. Dies ist besonders wichtig bei Projekten, bei denen ein Ausfall des Displays einen Prozess stören, den Zugriff auf wichtige Informationen einschränken, den Stillstand eines Geräts oder einer gesamten Anlage erzwingen und folglich zu Betriebsausfällen, Wartungskosten und dem Risiko von Terminverzögerungen führen kann.

Größen und Auflösungen

Die Unisystem Core-Module sind in vier gängigen Größen und den entsprechenden Auflösungen erhältlich:

  • 7,0 Zoll – 1024 × 600 Pixel (WSVGA),
  • 10,1 Zoll – 1280 × 800 Pixel (WXGA),
  • 12,1 Zoll – 1280 × 800 Pixel (WXGA),
  • 15,6 Zoll – 1920 × 1080 Pixel (Full HD).

Auf industrielle Anwendungen abgestimmte Helligkeit

The brightness of panels in the Unisystem Core line is 750 cd/m² (600 cd/m² in touch panel variants), providing appropriate image readability in many industrial indoor applications.

Die Helligkeit sollte stets entsprechend den tatsächlichen Betriebsbedingungen des Geräts ausgewählt werden. Aus diesem Grund verfügen die Produktreihen „Lite“, „Core“ und „Pro“ über unterschiedliche Helligkeitsstufen, die auf verschiedene Umgebungslichtbedingungen abgestimmt sind:

  • Unisystem Lite – für Geräte im Innenbereich, die bei mäßiger Umgebungsbeleuchtung betrieben werden, z. B. in Wohnungen, Büros, Hotels, Empfangsbereichen, Servicepunkten und technischen Einrichtungen,
  • Unisystem Core – für Geräte im Innenbereich, die unter stärkerer Beleuchtung eingesetzt werden, darunter Produktionshallen, Logistikzentren, Einkaufszentren, Krankenhäuser und Kliniken, Bahnhöfe, Flughäfen und andere öffentliche Einrichtungen,
  • Unisystem Pro – für Geräte, die im Außenbereich eingesetzt werden, auch bei direkter Sonneneinstrahlung, z. B. an Bushaltestellen, Bahnsteigen, Parkplätzen, Tankstellen, Sportanlagen und im städtischen Raum.

Die richtige Wahl der Helligkeit ist nicht nur für die Lesbarkeit des Bildes von Bedeutung. Sie kann zudem den Stromverbrauch und die Wärmeentwicklung verringern und gleichzeitig das Risiko eines vorzeitigen Verschleißes der Hintergrundbeleuchtung sowie einer übermäßigen Erwärmung des Bildschirms mindern.

Varianten mit Touchscreen

Neben „offenen“ LCD-TFT-Modulen umfasst die Unisystem Core-Reihe auch Varianten mit einem projektiv-kapazitiven PCAP-Touchpanel. Dieses ermöglicht eine direkte Interaktion mit der Benutzeroberfläche über den Bildschirm – ohne dass zahlreiche externe Tasten, Schalter oder Drehregler erforderlich sind.

Die Touch-Eingabe in den Unisystem Core-Modulen wird vom ILITEK ILI2520-Controller verarbeitet, der es ermöglicht, das Touchpanel an das jeweilige Gerätedesign und die Betriebsbedingungen anzupassen. Durch eine ordnungsgemäße Konfiguration und Kalibrierung lässt sich die Empfindlichkeit an Faktoren wie die Dicke des Deckglases, die vorgesehene Bedienungsart, Störpegel und Verschmutzungen auf der Paneloberfläche anpassen. Durch eine geeignete Feinabstimmung kann unter Umständen auch die Bedienung mit bestimmten Handschuhtypen, darunter Latex- oder Nitrilhandschuhe, ermöglicht werden. Diese Parameter sollten individuell eingestellt werden – eine zu hohe Empfindlichkeit kann zu unbeabsichtigten Eingaben führen, die gemeinhin als „Ghost Touch“ bezeichnet werden.

Je nach Modell bieten Varianten mit Touchpanel Helligkeitswerte zwischen 650 und 900 cd/m². Die im Vergleich zum reinen LCD-TFT-Panel geringere Helligkeit resultiert aus den zusätzlichen optischen Schichten, die das Hintergrundlicht durchlaufen muss. Dennoch gewährleistet dieser Bereich eine gute Lesbarkeit der Bilder in vielen industriellen Anwendungen, einschließlich Umgebungen mit höherer Umgebungshelligkeit.

RGB-, MIPI-DSI- und LVDS-Schnittstellen

Je nach Diagonale und Variante nutzen die Unisystem Core-Module eine RGB-, MIPI-DSI- oder LVDS-Schnittstelle. Alle drei sind in ausgewählten 7,0-Zoll-Modellen verfügbar, während die 10,1-, 12,1- und 15,6-Zoll-Module LVDS nutzen. Diese Vielfalt an Schnittstellen ermöglicht es, das Display an die Elektronikarchitektur, das Anschlussdesign sowie an die Anforderungen hinsichtlich Bandbreite und Störfestigkeit anzupassen.

RGB

RGB ist eine parallele Schnittstelle, bei der Daten für die einzelnen Farbkomponenten sowie Synchronisationssignale über separate Leitungen übertragen werden. Sie wird von vielen Mikrocontrollern und Prozessoren unterstützt, die mit einem LCD-Controller ausgestattet sind, wodurch eine direkte Integration des LCD-TFT in die Geräteelektronik ermöglicht wird.

Aufgrund der großen Anzahl an Signalleitungen erfordert die Schnittstelle eine sorgfältige Auslegung der Anschlüsse und des Leiterplattenlayouts. Sie kommt vor allem in Anwendungen zum Einsatz, bei denen der Abstand zwischen dem Display und der Steuereinheit gering ist und die Anzahl der erforderlichen Anschlüsse keine wesentliche Einschränkung darstellt.

MIPI

MIPI DSI ist eine serielle Hochgeschwindigkeitsschnittstelle, die für die Übertragung von Bilddaten an Displays entwickelt wurde. Sie kommt mit einer geringen Anzahl von Signalleitungen aus, was dazu beiträgt, die Anzahl der Anschlüsse zu reduzieren und eine effiziente Anordnung der Bauteile auf der Leiterplatte zu ermöglichen.

Die Schnittstelle wird vor allem in kompakten Bauformen eingesetzt, bei denen sich das Display in unmittelbarer Nähe des Prozessors befindet. Für deren Nutzung ist eine Steuereinheit erforderlich, die mit einem MIPI-DSI-Controller ausgestattet ist.

LVDS

LVDS überträgt das Bildsignal über differentielle Leiterpaare. Diese Übertragungsmethode trägt dazu bei, die Signalintegrität zu gewährleisten und die Anfälligkeit für elektromagnetische Störungen zu verringern.

Die Schnittstelle ermöglicht eine stabile Übertragung großer Datenmengen, weshalb sie häufig in LCD-TFT-Displays mit höherer Auflösung sowie in Konstruktionen zum Einsatz kommt, bei denen eine längere Verbindung zwischen dem Modul und der bildgebenden Elektronik erforderlich ist.

USB-C und HDMI – Weiterentwicklung der Unisystem-eigenen Produkte

Im Rahmen der kontinuierlichen Weiterentwicklung unseres Eigenproduktportfolios planen wir die Einführung von LCD-TFT-Varianten mit einer zusätzlichen Leiterplatte, die sowohl USB-C als auch HDMI unterstützt. In dieser Konfiguration kann jede der beiden Schnittstellen für die Videoübertragung genutzt werden, was die Integration in Industriecomputer, Einplatinencomputer und andere Geräte vereinfacht, die ein gebrauchsfertiges Videosignal bereitstellen.

Die Lösung funktioniert nach dem Plug-and-Play-Prinzip – sie ermöglicht den Anschluss des Moduls an eine kompatible Videoquelle, ohne dass die native Schnittstelle des Displays direkt unterstützt werden muss. Dies vereinfacht die Inbetriebnahme des Displays und reduziert den Arbeitsaufwand auf Seiten der Steuerelektronik.

USB-C (Englisch)

USB-C ist ein universeller Anschluss, der – je nach Umsetzung – Video-, Daten- und Touchscreen-Signale sowie die Stromversorgung unterstützen kann. Dadurch lässt sich die Anzahl separater Kabel und Anschlüsse reduzieren, was die Montage und die Integration des Displays in das Gerät vereinfachen kann. Die verfügbaren Funktionen hängen von den Fähigkeiten der Steuereinheit und der Modulelektronik ab. Ein USB-C-Anschluss allein bedeutet nicht automatisch, dass die Videoübertragung oder die Stromversorgung unterstützt wird.

HDMI

HDMI ist eine digitale Schnittstelle zur Übertragung von gebrauchsfertigen Video- und Audiosignalen. Sie findet breite Anwendung in Geräten, die mit einem Standard-Videoausgang ausgestattet sind, und kann die Integration des Displays in die Steuereinheit vereinfachen, da der Prozessor die Schnittstelle des Displays nicht direkt unterstützen muss. Das Displaymodul muss jedoch über zusätzliche Elektronik verfügen, um das HDMI-Signal empfangen und verarbeiten zu können.

RGB vs. MIPI vs. LVDS vs. USB-C vs. HDMI

Die nachstehende Tabelle stellt die wichtigsten Merkmale von RGB, MIPI DSI, LVDS, USB-C und HDMI im Hinblick auf die Integration eines LCD-TFT-Displays in die Geräteelektronik dar. Der Vergleich dient lediglich als Anhaltspunkt – die tatsächlichen Übertragungsfähigkeiten hängen unter anderem von der Bildschirmauflösung und Bildwiederholfrequenz, dem Leiterplattenlayout, der Länge und Qualität der Verbindungen, den Parametern der Steuereinheit sowie der Implementierung der Schnittstelle ab.

Ausstattung RGB MIPI DSI LVDS USB-C (Englisch) HDMI
Art der Lösung Direkte Schnittstelle zum Bedienfeld Direkte Schnittstelle zum Bedienfeld Direkte Schnittstelle zum Bedienfeld Anschluss, der verschiedene Übertragungsstandards unterstützt Digitales Video- und Audio-Interface
Verfahren zur Videoübertragung Parallel Differential Differential Das hängt vom implementierten Standard ab Seriell, digital
Verfügbarkeit im Core-Sortiment Ausgewählte 7,0-Zoll-Varianten Ausgewählte 7,0-Zoll-Varianten Varianten mit 7,0″, 10,1″, 12,1″ und 15,6″ Geplante Lösung Geplante Lösung
Anzahl der Verbindungen 24 Datenleitungen – jeweils 8 für R, G und B – sowie VSync-, HSync- und DCLK-Leitungen In der Regel 4 Differentialpaare, d. h. 8 Signalleitungen; bei einigen Konfigurationen können auch weniger Paare zum Einsatz kommen In der Regel 4 Differentialpaare, d. h. 8 Signalleitungen Ein kompakter Stecker Ein Signalanschluss
Typische Verbindungslänge Kurzschlüsse auf der Leiterplatte oder zwischen nahe beieinander liegenden Bauteilen Kurze Verbindung zwischen dem Prozessor und dem Bildschirm Eignet sich auch für längere Verbindungen Dies hängt vom verwendeten Standard und Kabel ab Geeignet für Anschlüsse über ein externes Kabel
Störfestigkeit Nachteil: Parallele, einseitig geführte Leitungen sind anfällig für Störungen, Übersprechen und erhöhte elektromagnetische Emissionen Hohe Bandbreite, geeignet für kompakte Module, die größere Datenmengen übertragen Hohe Bandbreite, geeignet für Module mit höherer Auflösung Dies hängt von der Umsetzung und der Kabelqualität ab Geringe Anfälligkeit bei Verwendung eines geeigneten Kabels
Bandbreite und Auflösung Eignet sich vor allem für niedrige und mittlere Auflösungen Hohe Bandbreite bei geringer Leitungsanzahl Hohe Bandbreite, geeignet für höhere Auflösungen Dies hängt vom verwendeten Videoübertragungsstandard ab Dies hängt von der HDMI-Version und der Elektronik des Moduls ab
Anforderungen an die Steuereinheit LCD-Controller mit RGB-Unterstützung MIPI-DSI-Controller LVDS-Sender oder geeigneter Wandler Unterstützung für einen kompatiblen USB-C-Übertragungsmodus HDMI-Ausgang
Leistungsabgabekapazität Nein Nein Nein Ja – je nach Umsetzung Nein
Kontaktübertragung über denselben Stecker Nein Nein Nein Ja – je nach Modulausführung Nein
Auswirkungen auf den Leiterplattenentwurf Erfordert die Verlegung zahlreicher paralleler Leitungen und die Einhaltung der zeitlichen Abstände Erfordert die korrekte Verlegung von Hochgeschwindigkeits-Differenzpaaren Erfordert eine kontrollierte Verlegung und Zuordnung der Differenzpaare Kann die Anzahl der Steckverbinder reduzieren, erfordert jedoch zusätzliche Steuer-ICs Vereinfacht den Anschluss an einen Computer, erhöht jedoch den Elektronikanteil im Modul
Typische Anwendung Ausführungen, bei denen sich das Display in der Nähe der Steuereinheit befindet Kompakte Geräte mit einer direkten Verbindung zwischen Display und Prozessor Anwendungen, die eine stabile Übertragung, eine höhere Auflösung oder eine längere Verbindungsdauer erfordern Geräte, die eine vereinfachte Verkabelung und die Integration mehrerer Funktionen in einem Steckverbinder erfordern Geräte, die mit Computern zusammenarbeiten, sowie Geräte, die über einen Standard-Videoausgang verfügen

RGB, MIPI DSI und LVDS sind Schnittstellen, die zur direkten Ansteuerung eines LCD-TFT-Displays verwendet werden. USB-C und HDMI stellen ein anderes Integrationsmodell dar – sie erfordern zwar zusätzliche Elektronik auf Modulseite, können jedoch den Anschluss an eine vorgefertigte Computerplattform vereinfachen.

Bei der endgültigen Wahl der Schnittstelle sollten die Leistungsfähigkeit der Steuereinheit, die Bildschirmauflösung, die Länge und die Ausführung der Verbindung, der für die Elektronik verfügbare Platz sowie die Anforderungen an die Bandbreite, die Störfestigkeit der Übertragung und die Art und Weise, wie das Modul in das Gerät integriert wird, berücksichtigt werden.

Deckglas

Bei Unisystem Core-Modulen mit Touchpanel ist das Deckglas ein fester Bestandteil der Konstruktion. Es schützt das Display und das Touchpanel vor Kratzern, Druck und anderen mechanischen Beschädigungen, wobei sich seine Ausführung an die Befestigungsart und das Frontplattendesign des Geräts anpassen lässt. Das Deckglas ist in zwei Varianten erhältlich: ohne Befestigungsband und mit Befestigungsband.

Deckglas ohne Befestigungsband

Bei dieser Variante ist das Deckglas nicht werkseitig mit Befestigungsband versehen, was Ihnen mehr Flexibilität bei der Entwicklung einer individuellen Befestigungsmethode für das Modul im Gehäuse oder in der Frontplatte bietet. Es hat eine rechteckige Form, wodurch es an die jeweilige mechanische Konstruktion angepasst werden kann.

Befestigen Sie das Glas mit Befestigungsband

Bei dieser Variante ist das Glas mit Klebeband versehen, wodurch sich das Modul leichter im Gehäuse oder in der Frontblende positionieren und montieren lässt. Diese Lösung kann die Montage vereinfachen und die Wiederholgenauigkeit in der Serienfertigung verbessern. Das Glas verfügt zudem über abgerundete Ecken, wodurch die Vorderseite des Geräts ein weicheres Erscheinungsbild erhält.

Optische Verklebung als Standard

Alle LCD-TFTs der Unisystem Lite-, Core- und Pro-Serien, die mit einem Touchpanel ausgestattet sind, verfügen serienmäßig über eine optische Verklebung. Bei diesem Verfahren werden Display, Touchpanel und Deckglas über ihre gesamte Oberfläche hinweg mit einem transparenten optischen Material miteinander verbunden. Durch die Beseitigung des Luftspalts zwischen den einzelnen Komponenten werden interne Lichtreflexionen reduziert, der Bildkontrast verbessert und die mechanische Steifigkeit des gesamten Moduls erhöht. Dies ist besonders wichtig in industriellen Anwendungen, in denen das Display nicht nur eine angemessene Lesbarkeit gewährleisten, sondern auch bei intensivem Betrieb sowie bei Stoß-, Vibrations- und punktuellen mechanischen Belastungen eine hohe Lebensdauer aufweisen muss.

MTBF = 100.000 Stunden

Die MTBF (Mean Time Between Failures) ist ein statistischer Indikator, der die durchschnittliche erwartete Betriebszeit zwischen Ausfällen in einer analysierten Gerätepopulation beschreibt. Sie stellt keine garantierte Lebensdauer eines einzelnen Moduls dar, kann jedoch dazu verwendet werden, die erwartete Zuverlässigkeit von Lösungen zu vergleichen, die für ähnliche Betriebsbedingungen ausgelegt sind.

Für Unisystem Core-Module beträgt die angegebene MTBF 100.000 Stunden. Die Produktreihe wurde daher für den Langzeitbetrieb entwickelt, einschließlich Geräten, die im Dauerbetrieb laufen. Die tatsächliche Lebensdauer der Module hängt zudem von den Betriebsbedingungen, der Temperatur, der Stromversorgung, der Helligkeit der Hintergrundbeleuchtung und der thermischen Auslegung des gesamten Geräts ab.

Für welche Anwendungsbereiche sind die Unisystem Core-Module konzipiert?

Unisystem Core ist in erster Linie für industrielle Geräte im Innenbereich vorgesehen, darunter Anwendungen mit intensiver Nutzung, starker Umgebungsbeleuchtung oder erhöhtem Risiko elektromagnetischer Störungen. Die Produktreihe kann unter anderem in folgenden Bereichen eingesetzt werden:

  • HMI, Bedien-, Steuer- und Überwachungskonsolen,
  • Steuerungssysteme für Maschinen und Fertigungslinien, einschließlich Bedienfelder zur Konfiguration von Betriebsparametern,
  • Mess-, Diagnose- und Regelgeräte,
  • Selbstbedienungsterminals, die unter anderem zur Auftragserteilung, zur Terminvereinbarung, zur Zahlungsabwicklung oder zur Bearbeitung von Anfragen genutzt werden,
  • Informationskioske und Totems,
  • Systeme zur Registrierung und Steuerung von Besucherströmen, einschließlich Warteschlangenmanagementsystemen, Ticketautomaten, Check-in-Terminals und Zugangskontrollsystemen,
  • medizinische Geräte und Laborgeräte, wie beispielsweise Analysegeräte, Diagnosegeräte, Inkubatoren und Geräte zur Parameterüberwachung,
  • Systeme zur Überwachung der Infrastruktur,
  • Lösungen für Lager und Logistikzentren – Arbeitsplatzterminals, Kommissioniersysteme und Bedienfelder zur Steuerung des Warenflusses.

Unisystem Core ist eine Produktreihe, die für industrielle Geräte im Innenbereich entwickelt wurde, bei denen vorhersehbarer Betrieb, Zuverlässigkeit und Langzeitnutzung zentrale Anforderungen sind. Diese Lösungen sind nicht für den direkten Einsatz unter Witterungseinflüssen vorgesehen. Soll das Gerät im Außenbereich, unter direkter Sonneneinstrahlung oder unter erhöhten mechanischen Belastungen betrieben werden, sollte die Unisystem Pro-Reihe in Betracht gezogen werden.

Die Wahl des richtigen Modells sollte sich in erster Linie nach den tatsächlichen Anwendungsanforderungen und den Einsatzbedingungen des Geräts richten.

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