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Uni's ABC

So lesen Sie die Unisystem-Artikelnummern: Ein Leitfaden zu den Produktreihen „Lite“, „Core“ und „Pro“

Eine Teilenummer, kurz PN, ist eine eindeutige Produktkennung, die die wesentlichen technischen Merkmale des Produkts beschreibt. Diese Art der Kennzeichnung wird von Herstellern elektronischer Bauteile weit verbreitet verwendet. Auch Unisystem nutzt ein eigenes Produktkennzeichnungssystem. In diesem Artikel erläutern wir, wie die Teilenummern der LCD-TFTs der Produktreihen Unisystem Lite, Core und Pro zu lesen sind.

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Eine Teilenummer, kurz PN, ist eine eindeutige Produktkennung, die die wesentlichen technischen Merkmale des Produkts beschreibt. Diese Art der Kennzeichnung wird von Herstellern elektronischer Bauteile weit verbreitet verwendet. Auch Unisystem nutzt ein eigenes Produktkennzeichnungssystem. In diesem Artikel erläutern wir, wie die Teilenummern der LCD-TFTs der Produktreihen Unisystem Lite, Core und Pro zu lesen sind.

Auf den ersten Blick mag eine Artikelnummer wie eine zufällige Folge aus Buchstaben und Ziffern erscheinen. Tatsächlich hat jedoch jedes Element eine bestimmte Bedeutung. Die einzelnen Zeichen liefern Informationen zu Merkmalen wie Hersteller, Technologie, Größe, Helligkeit, Auflösung, Schnittstelle, zusätzliche Komponenten (einschließlich eines Touchpanels) und Produktversion.

Es ist wichtig zu beachten, dass bereits die Änderung eines einzigen Buchstabens oder einer einzigen Ziffer auf ein anderes Modul hindeuten kann. Die korrekte Interpretation der Teilenummer ist daher von entscheidender Bedeutung, wenn Sie ein LCD-TFT für eine bestimmte Anwendung auswählen, eine Bestellung aufgeben, Varianten vergleichen oder zukünftige Versionen eines Geräts planen.

UST101SWLNCU00 von Unisystem

Wir werden UST101SWLNCU00 als Beispiel heranziehen.

Hierbei handelt es sich um ein 10,1-Zoll-LCD-TFT von Unisystem aus der Core-Reihe. Das Portfolio umfasst zudem zwei weitere Produktreihen – Lite und Pro. Diese unterscheiden sich in erster Linie hinsichtlich ihrer Einsatzzwecke und Betriebsanforderungen, darunter Helligkeit und Widerstandsfähigkeit gegenüber Umwelteinflüssen. Weitere Informationen finden Sie in unserem Artikel: Neue LCD-TFT-Produktreihen von Unisystem: Lite, Core und Pro.

Lassen Sie uns diese Artikelnummer einmal genauer betrachten:

US | T | 101 | S | W | L | N | C | U | 00

Jedes Element steht für ein bestimmtes Produktmerkmal, wie im Folgenden erläutert wird.

Hersteller (US)

Die ersten Buchstaben einer Artikelnummer geben häufig Aufschluss über den Hersteller oder die Marke des Produkts. Dadurch lässt sich bereits anhand des Anfangs des Codes feststellen, zu welcher Produktfamilie ein bestimmtes Modul gehört.

Unisystem-Produkte tragen die Bezeichnung „US“, was darauf hinweist, dass das Modul Teil des eigenen Produktportfolios von Unisystem ist.

Anzeigetyp (T)

Das nächste Zeichen gibt den Anzeigetyp an.

Bei den hier behandelten LCD-TFT-Produktreihensteht der Buchstabe„T“ für die TFT-Technologie.

TFT (Thin-Film Transistor) ist eine LCD-Technologie mit aktiver Matrix. Jedes Pixel wird von einem eigenen Transistor gesteuert, was eine gute Bildqualität, eine gleichbleibende Farbwiedergabe, einen guten Kontrast und schnelle Reaktionszeiten gewährleistet.

Anzeigegröße (101)

Die nächsten drei Ziffern der Artikelnummer geben die Bildschirmdiagonale in Zoll an.

Das Produktportfolio von Unisystem umfasst gängige Diagonalmesse, die häufig für Industrieprojekte ausgewählt werden.

Zu den verfügbaren Varianten gehören:

  • 050 – 5,0 Zoll,
  • 070 – 7,0 Zoll,
  • 101 – 10,1 Zoll,
  • 121 – 12,1 Zoll,
  • 156 – 15,6 Zoll.

Das hier besprochene Modell trägt die Bezeichnung 101, was auf eine Diagonale von 10,1 Zoll hinweist.

Helligkeit und Produktreihe (S)

Der nächste Buchstabe in der Artikelnummer gibt die Helligkeitsstufe des Displays an und ordnet das Produkt damit indirekt einer der drei Unisystem-Produktreihen zu: Lite, Core oder Pro. Die Helligkeit ist einer der wichtigsten Parameter, die diese Produktreihen voneinander unterscheiden und auf ihre jeweiligen Anwendungsbereiche hinweisen.

Es werden drei Bezeichnungen verwendet:

  • Lgeringe Helligkeit – Lite-Serie: 600 cd/m² ohne Touchscreen und 500 cd/m² mit Touchscreen,
  • SStandardhelligkeit – Core-Serie: 750 cd/m² ohne Touchscreen und 600 cd/m² mit Touchscreen,
  • Hhohe Helligkeit – Pro-Serie: 2.000 cd/m² ohne Touchscreen und 1.700 cd/m² mit Touchscreen.

Das hier vorgestellte Modell trägt die Bezeichnung „S“, was für „Standardhelligkeit“ steht. Dies weist darauf hin, dass das Produkt zur Core-Reihe gehört.

Auflösung (W)

Der nächste Buchstabe in der Artikelnummer gibt die Bildschirmauflösung an.

Für Unisystem-Produkte werden folgende Bezeichnungen verwendet:

  • M – 800 × 480 px, WVGA,
  • S – 1024 × 600 px, WSVGA,
  • B – 1280 × 800 px, WXGA,
  • X – 1024 × 768 px, XGA,
  • F – 1920 × 1080 px, FHD.

Das hier behandelte Modell trägt die Bezeichnung W, was eine Auflösung von 1280 × 800 px (WXGA) angibt.

WXGA eignet sich besonders gut für Benutzeroberflächen, die mehr Informationen als bloße Meldungen oder einfache Zahlenwerte anzeigen. Es bietet ausreichend Platz für Bedienelemente, Statusinformationen, Diagramme, Alarme, Parameterlisten und komplexere Anwendungsbildschirme. Auf einem 10,1-Zoll-Bildschirm gewährleistet diese Auflösung eine gute Lesbarkeit der Darstellung und ausreichend Platz für Anwendungen wie HMI-Bedienfelder.

Schnittstelle (L)

Der nächste Buchstabe in der Artikelnummer gibt die Signalschnittstelle des Displays an.

Es werden folgende Bezeichnungen verwendet:

  • L – LVDS,
  • M – MIPI,
  • R – RGB,
  • D – eDP,
  • H – HDMI.

Das hier behandelte Modell trägt die Bezeichnung L, was auf eine LVDS-Schnittstelle hinweist.

Je nach Modell und Bildschirmdiagonale können unterschiedliche Schnittstellen zum Einsatz kommen. Die größte Auswahl steht bei 7,0-Zoll-Modellen zur Verfügung, die mit LVDS, MIPI oder RGB ausgestattet sein können. Dies ist auf die typische Architektur dieser Panels und die unterschiedlichen Möglichkeiten ihrer Integration in die Steuerelektronik zurückzuführen. Bei 7,0-Zoll-Modellen eignet sich RGB für einfachere Anwendungen, MIPI für kompakte Geräte mit begrenztem Platz für Elektronik und LVDS für Projekte, die eine stabile Bildsignalübertragung und eine höhere Störfestigkeit erfordern.

Größere Modelle – 10,1, 12,1 und 15,6 Zoll – nutzen in erster Linie LVDS. Diese Module arbeiten in der Regel mit höheren Auflösungen und erfordern daher eine stabile Übertragung größerer Datenmengen zwischen dem Controller und dem Display. Im Vergleich zu RGB benötigt LVDS weniger Signalleitungen, bietet eine höhere Störfestigkeit und vereinfacht die Signalführung in industriellen Anwendungen.

Zudem ist die Weiterentwicklung von Plug-and-Play-Lösungen geplant, weshalb Schnittstellen wie HDMI bereits in das Codierungssystem integriert wurden.

Montagerahmen (N)

Das nächste Zeichen gibt an, ob das Modul mit einem Metall-Montagerahmen ausgestattet ist.

Es stehen zwei Varianten zur Verfügung:

  • F – mit einem Metall-Montagerahmen,
  • N – ohne Metall-Einbaurahmen.

Ein Metall-Montagerahmen ist ein Bauteil, das die mechanische Befestigung des Moduls innerhalb eines Geräts sowie dessen Integration in das Gehäuse, die Frontplatte oder einen anderen Teil der Konstruktion ermöglicht. Je nach den Projektanforderungen kann er die Montage vereinfachen, die Steifigkeit des Moduls erhöhen und die Wiederholgenauigkeit des Produktionsprozesses verbessern.

Die rahmenlose Variante bietet mehr Flexibilität bei der Gerätegestaltung. Sie eignet sich möglicherweise für eine spezielle Befestigungsart, ein maßgeschneidertes Gehäuse oder eine nicht standardmäßige Frontblende.

Das hier behandelte Modell trägt die Bezeichnung N, was auf eine Variante ohne Metall-Montagerahmen hinweist.

Touchscreen (C)

Das nächste Zeichen in der Artikelnummer gibt an, ob die Variante über ein Touchpanel verfügt.

Es werden folgende Bezeichnungen verwendet:

  • N – ohne Touchscreen,
  • C – mit einem kapazitiven Touchscreen.

Jede Produktreihe ist in Varianten mit CTP-Technologie (Projected Capacitive Touch Panel) erhältlich.

In den Modulen kommen Touch-Controller zum Einsatz, die speziell auf die Anforderungen der jeweiligen Produktreihe abgestimmt sind. In der Lite-Reihe werden Goodix GT928-Controller verwendet, während in der Core- und der Pro-Reihe der ILITEK ILI2520-Controller zum Einsatz kommt.

Ein kapazitives Touchpanel ermöglicht eine intuitive Bedienung, wie sie von modernen Benutzeroberflächen bekannt ist. Es eignet sich besonders für Anwendungen, bei denen Benutzerfreundlichkeit, präzise Berührungsreaktion, die Ästhetik der Frontblende und die Integration mit Schutzglas von Bedeutung sind. Der Touch-Controller gewährleistet einen stabilen Betrieb des Panels und ermöglicht die Anpassung der Touch-Leistung an die Betriebsbedingungen des Geräts.

Das hier behandelte Modell trägt die Bezeichnung C, was darauf hinweist, dass das Modul mit einem kapazitiven Touchpanel ausgestattet ist.

Schutzglas (U)

Der vorletzte Buchstabe gibt die Variante des Schutzglases an.

Der vorletzte Buchstabe gibt die Variante des Schutzglases an.

Schutzglas schützt das LCD-TFT-Display und das Touchpanel vor mechanischen Beschädigungen, Kratzern und dem von Benutzern ausgeübten Druck. Dies ist besonders wichtig bei Geräten, die häufig bedient werden, insbesondere bei solchen, die in öffentlichen Räumen installiert sind.

Bei Modulen mit Touchpanel ist das Schutzglas ein serienmäßiger Bestandteil der Konstruktion. Es kann jedoch je nach Anwendungsanforderungen und Gestaltung der Gerätefront in verschiedenen Varianten geliefert werden.

Die Artikelnummern für Produkte der Serien „Lite“, „Core“ und „Pro“ enthalten drei Bezeichnungen für Schutzglas:

  • N – ohne Schutzglas,
  • E – Schutzglas ohne Befestigungsband,
  • U – Schutzglas mit Befestigungsband und abgerundeten Ecken.

Die Variante „N“ bezeichnet ein Modul ohne Schutzglas. In der Praxis handelt es sich dabei um ein „unverkleidetes“ LCD-TFT-Panel ohne zusätzliche Schutzglasschicht.

Die Variante „E“ bezeichnet Schutzglas ohne Befestigungsband, das mittels optischer Verklebung mit dem Modul verbunden wird. Diese Lösung bietet zusätzlichen Schutz für die Vorderseite des LCD-TFT, verbessert die Lesbarkeit des Bildes und erhöht die Steifigkeit des gesamten Moduls.

Die Variante „U“ bezeichnet Schutzglas mit Befestigungsband und abgerundeten Ecken, das mittels optischer Verklebung mit dem Modul verbunden wird. Diese Variante kann gewählt werden, wenn das Design nicht nur einen Schutz des Displays, sondern auch eine ästhetisch ansprechende Frontblende, höheren Bedienkomfort, weichere Kanten sowie eine einfachere Integration in das Gerätegehäuse oder die Frontblende erfordert.

Das optische Bonding ist bei LCD-TFTs von Unisystem Standard. Bei diesem Verfahren wird der Zwischenraum zwischen dem LCD-TFT, dem Touchpanel und dem Schutzglas mit einem speziellen optischen Material ausgefüllt. Dies reduziert Lichtreflexionen, verbessert die Lesbarkeit des Bildes und erhöht die mechanische Steifigkeit des gesamten Moduls.

Das hier beschriebene Modell trägt die Bezeichnung U und bezeichnet eine Variante mit abgerundetem Schutzglas, das optisch mit dem Display verbunden und mit Befestigungsband ausgestattet ist.

Produktversion (00)

Die letzten beiden Ziffern der Artikelnummer geben die Produktversion an. Die Standardbezeichnung lautet 00 und bezeichnet die Basisversion.

Werden an einem Modul konstruktive, technische oder funktionale Änderungen vorgenommen, kann sich dessen Versionsnummer ändern. Dies ermöglicht es, zwischen aufeinanderfolgenden Varianten desselben Produkts zu unterscheiden und Module in den Bereichen Bestellung, technische Dokumentation, Fertigung und Wartung eindeutig zu identifizieren.

Das hier besprochene Modell trägt die Bezeichnung 00, was auf die Basisversion hinweist.

Ein Beispiel für eine modifizierte Version ist das Modell UST101HWLNCU10, ein 10,1-Zoll-LCD-TFT-Display von Unisystem aus der Pro-Reihe. Die Artikelnummer endet auf 10, was auf eine modifizierte Modulversion hinweist.

Diese Variante verfügt über eine zusätzliche IR-Schicht – eine thermische Beschichtung, die dazu dient, die durch Sonneneinstrahlung verursachte Wärmeentwicklung im LCD-Panel zu reduzieren. Dies ist besonders wichtig bei Anwendungen im Außenbereich, bei denen der Bildschirm direkter Sonneneinstrahlung, hohen Temperaturen und sich dynamisch ändernden Umgebungsbedingungen ausgesetzt sein kann.

Aus diesem Grund sind die letzten beiden Ziffern der Artikelnummer von Bedeutung. Sie dienen nicht nur der Gliederung des Produktsortiments, sondern kennzeichnen auch eine bestimmte Modulversion und weisen auf mögliche Unterschiede gegenüber der Basisvariante hin.

Warum ist es so wichtig, eine Artikelnummer korrekt zu lesen?

Anhand einer Artikelnummer lassen sich die wichtigsten Merkmale eines LCD-TFT-Displays schnell ermitteln, sofern man das Kodierungssystem des Herstellers versteht. Durch die korrekte Interpretation der Artikelnummer lassen sich folgende Informationen ermitteln:

  • zu welcher Produktlinie das Modul gehört,
  • seine Diagonale,
  • seine Auflösung,
  • welche Signalschnittstelle es verwendet,
  • unabhängig davon, ob es mit einem Touchscreen ausgestattet ist,
  • ob es Schutzglas enthält,
  • ob es über einen Befestigungsrahmen verfügt,
  • unabhängig davon, ob es sich um die Basisversion oder eine modifizierte Version handelt.

Dies ist wichtig, da bereits ein geringer Unterschied in der Konfiguration Auswirkungen auf die mechanische Konstruktion des Geräts, die Integrationsmethode, die Lesbarkeit der Bilder, die Lebensdauer des Moduls oder die Kompatibilität mit der Steuerelektronik haben kann. Wenn Sie ein Gerät mit Bildschirm entwickeln und auf der Suche nach dem passenden LCD-TFT sind, wenden Sie sich bitte an das Unisystem-Team. Wir werden Ihre Anwendungsanforderungen, die Betriebsumgebung sowie die mechanischen und elektronischen Konstruktionsvorgaben prüfen und Ihnen anschließend das für Ihr Projekt am besten geeignete Produkt empfehlen.

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