eDP (Embedded DisplayPort) ist eine integrierte DisplayPort-Schnittstelle – ein von VESA entwickelter Standard für die Videoübertragung zwischen einem Grafikcontroller und einem eingebauten Display in Geräten wie Laptops, All-in-One-Computern, Industrie-PCs oder HMI-Panels. Im Vergleich zum Standard-DisplayPort ist eDP für die interne Integration optimiert: Es benötigt weniger Signalleitungen und unterstützt Energiesparmodi, die Steuerung der Bildwiederholung (Panel Self-Refresh) sowie eine dynamische Anpassung der Hintergrundbeleuchtung – das senkt den Energieverbrauch und ermöglicht flachere Bauformen.
Der eDP-Standard kann Bilder mit sehr hoher Auflösung und Farbtiefe übertragen und unterstützt zudem HDR und hohe Bildwiederholraten. Damit ist er eine gängige Wahl für moderne TFT-LCD- und OLED-Displays, bei denen hohe Bildqualität, Energieeffizienz und eine schlanke Bauform wichtig sind.
Wie funktioniert eDP?
eDP nutzt denselben paketbasierten Transport wie DisplayPort. Das Videosignal wird über eine, zwei oder vier Main-Link-Lanes mit eingebettetem Takt übertragen, während ein separater Hilfskanal (AUX) die Konfiguration übernimmt: Die Quelle liest die Fähigkeiten und die EDID des Panels aus, trainiert den Link auf die optimale Lane-Anzahl und Datenrate und steuert die Stromsparfunktionen. Da der Takt aus den Daten zurückgewonnen wird, benötigt eDP bei gleicher Auflösung weniger Leitungen als LVDS.
Der Standard ist für in ein Gerät eingebaute Displays konzipiert – Laptops, All-in-One-PCs, Tablets und Panel-PCs – und ergänzt Funktionen, die der externe DisplayPort nicht benötigt, etwa Panel Self-Refresh (PSR): Das Panel zeigt ein statisches Bild aus seinem eigenen Speicher weiter an, während der Grafikcontroller den Link abschaltet.
eDP vs. LVDS
| eDP | LVDS | |
|---|---|---|
| Leitungen für Full HD | Typisch 2 Lanes (4 Adern) + AUX | Dual-Channel: 10 Paare (20 Adern) |
| Takt | In die Daten eingebettet | Separates Taktpaar |
| Konfiguration | AUX-Kanal und Link-Training | Keine – festes Timing laut Datenblatt |
| Energiesparen | Panel Self-Refresh, Stromsparzustände | Eingeschränkt |
| Typischer Einsatz | Neue Laptops, Panel-PCs, hochauflösende Panels | Industrie-TFTs, Produkte mit langem Lebenszyklus |
Worauf bei der Auswahl eines eDP-Displays zu achten ist
- eDP-Version und unterstützte Link-Raten (z. B. RBR, HBR, HBR2) – sowohl bei der Quelle als auch beim Panel.
- Anzahl der Lanes, die das Panel bei nativer Auflösung und Bildwiederholrate erwartet.
- Steckverbindertyp und Pinbelegung – viele Panels nutzen 30- oder 40-polige Micro-Coax-Steckverbinder, und die Pinbelegung unterscheidet sich von Hersteller zu Hersteller.
- Versorgung und Steuerung der Hintergrundbeleuchtung – oft separate Enable- und PWM-Signale am selben Steckverbinder.
- Kabellänge – eDP ist für kurze interne Verbindungen gedacht.
